{"id":939,"date":"2011-05-08T19:57:17","date_gmt":"2011-05-08T17:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2011\/05\/welschmarathon-martin-berichtet\/"},"modified":"2025-10-01T18:18:31","modified_gmt":"2025-10-01T16:18:31","slug":"welschmarathon-martin-berichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2011\/05\/welschmarathon-martin-berichtet\/","title":{"rendered":"Welschmarathon 2011 &#8211; Martin berichtet"},"content":{"rendered":"<p>Die Vorzeichen f\u00fcr die bergigen 42,2km in der S\u00fcdsteiermark waren nicht die besten: Am Donnerstag vor dem Wettkampf bereitete mir das erste Mal in meiner Laufgeschichte das H\u00fcftgelenk Schmerzen. Gar nicht dran denken waren mein Motto. Am Freitag und tags darauf kurz vor dem Start lie\u00df ich mich auch noch massieren. Bei der Anreise am Freitag meinte Christa, dass es hier ziemlich bergauf und bergab geht. Pl\u00f6tzlich wurde mir bewusst, dass ich die Strecke von Graz nach Salzburg mit Wolferl und M\u00e4xxi mit dem Rad im Jahr 2005 zur\u00fcckgelegt hatte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-938\" style=\"float: left; margin: 4px; border: 2px solid black;\" src=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-welsch-opus-694.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" width=\"300\" height=\"225\">Am Abend stimmten wir uns beim Benefizkonzert im Festzelt in Wies auf das Rennen ein. Die Vorgruppen waren nicht ganz unser Geschmack, aber Opus machten es mit \u201eLife is Live\u201c wieder gut. Beim Essen gab es keine gro\u00dfe Auswahl, daher waren Schnitzelsemmel und Bratw\u00fcrstel mein Abendessen.<\/p>\n<p>Herrliches Wetter am Renntag. Wir wurden mit den Bus vom Zielort zum Start gebracht. Vom Streckenprofil her wusste ich, dass es bis KM 8 nur bergauf geht. Ab KM 31 wartet auf mich ein Berg, der es in sich hat. Da hatte mich schon Steeve darauf aufmerksam gemacht. Temperaturen bis zu 21\u00b0C waren angesagt, also wurde alle 2km Wasser und Isostar getrunken. Ab dem HM schnappte ich mir auch ein paar Bananen. Bei meinen vielen Marathons hatte ich noch nie ein so ein sch\u00f6nes Landschaftspanorama erlebt, und ich versuchte immer wieder die sch\u00f6ne Gegend mit den vielen Weinbergen zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Bergauf, bergab, kein flacher Abschnitt in Sicht, immer wieder blickte ich zur\u00fcck welche H\u00fcgeln und Berge ich bezwungen hatte, und ich konnte mich nur \u00fcber die vielen zur\u00fcckgelegten H\u00f6henmeter wundern. Immer wieder versuchte ich Gebet, Meditation und positive Gedanken in meinen Laufschritten einflie\u00dfen zu lassen. Beim Start der Halbmarathonl\u00e4ufer bei KM21 war eine Bombenstimmig. Viele Halbmarathonl\u00e4ufer haben mich dann \u00fcberholt, und mich mit Zurufen angespornt.<\/p>\n<p>Beim HM zeigt die Uhr 1:59 Std., aber ich wusste, dass der zweite Teil der Strecke vom H\u00f6henprofil leichter wird. Immer wieder unterhielt ich mich mit L\u00e4ufern, fragte immer welche H\u00fcgeln und Berge noch auf uns zukommen &nbsp;werden .Als mir ein L\u00e4ufer sagte: \u201cEs geht jetzt die n\u00e4chsten 3km nur bergab\u201c, aber pl\u00f6tzlich &nbsp;bereits nach 500m wieder ein Berg kam, lie\u00df ich meine Fragerei. Beim Start des Viertelmarathons bei KM30 gab es einen Kuss von Christa und wieder tolle Anfeuerungsrufe von den anderen Startern. Dann kamen 2km auf der Bundesstra\u00dfe. Man sp\u00fcrte die Hitze und die hei\u00dfen Sohlen am Asphalt. Aber auch diese 2km gingen vorbei. Dann kam der angesagte ber\u00fcchtigte Berg, vielen gingen bergauf, aber mich w\u00fcrde die Gehpause aus dem Rhythmus bringen.<\/p>\n<p>Bergauf konnte ich immer wieder L\u00e4ufer \u00fcberholen, bergab lie\u00df ich mich \u00fcberholen. Sehns\u00fcchtig hatte ich mir nun ein Cola gew\u00fcnscht, aber mit Zurufen \u201eMartin aufgeht\u2019s, guat bist drauf\u201c wurde ich Richtig Ziel geputscht. Nur keinen Krampf bekommen und viel Trinken, waren immer wieder meinen Gedanken. Das H\u00fcftgelenk hatte sich schon bemerkbar gemacht, aber die Schmerzen sind zum Gl\u00fcck wieder vergangen. Als ich den 40. Kilometer erreicht hatte, wusste ich, heute geht es nicht mehr bergauf. Ich versuchte die letzten 2km noch zu genie\u00dfen. Zufrieden, gl\u00fccklich und dankbar \u00fcberquerte ich nach 3:56:56 Stunden die Ziellinie.<\/p>\n<p>Mein Durchschnittspuls war 144, Kalorien wurden knapp 3000 verbraucht. Christa hatte beim 12km Nordic Walking nach 2:09 Stunden die Ziellinie gl\u00fccklich \u00fcberquert. Ihr Ziel war die 2 Stunden zu unterbieten, aber aufgrund der vielen H\u00f6henmeter was dies nicht m\u00f6glich. Dann gab es noch ein gem\u00fctliches Beisammensein mit Heinz im sch\u00f6nen Hotel. Wir hoffen, dass mehr Wolko Runners bei diesem sch\u00f6nen Laufevent im n\u00e4chsten Jahr vertreten sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vorzeichen f\u00fcr die bergigen 42,2km in der S\u00fcdsteiermark waren nicht die besten: Am Donnerstag vor dem Wettkampf bereitete mir das erste Mal in meiner Laufgeschichte das H\u00fcftgelenk Schmerzen. Gar nicht dran denken waren mein Motto. Am Freitag und tags darauf kurz vor dem Start lie\u00df ich mich auch noch massieren. Bei der Anreise am Freitag meinte Christa, dass es hier ziemlich bergauf und bergab geht. 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