{"id":663,"date":"2011-07-05T08:07:15","date_gmt":"2011-07-05T06:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2011\/07\/kaernten\/"},"modified":"2025-08-08T14:55:48","modified_gmt":"2025-08-08T12:55:48","slug":"kaernten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2011\/07\/kaernten\/","title":{"rendered":"Ironman K\u00e4rnten 2011 &#8211; done"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-661\" style=\"margin: 4px; float: left; border: black 2px solid;\" src=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/2011-triathlon-krnten1-b8f.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"113\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Ein Menschengew\u00fchl im Klagenfurter Strandbad. Der W\u00f6rthersee glitzert im Sonnenlicht. Die Triathleten zw\u00e4ngen sich in ihre Neoprenanz\u00fcge, meistens umringt von ihren mitgereisten Ehefrauen, Kindern, Eltern oder Freunden. Ehe ich mich in die Startzone begebe, umarme ich meine Frau, meine Kinder, meinen Bruder Martin und Christa. Pl\u00f6tzlich durchstr\u00f6mt ein intensives Gef\u00fchl meinen K\u00f6rper und Tr\u00e4nen schie\u00dfen mir in die Augen. Ich drehe mich kurz weg und begebe mich in die Startzone.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Als einer der Letzten gleite ich ins Wasser, tauche kurz unter und schon geht es los. Ich habe ausreichend Platz und orientiere mich an den vor und neben mir Schwimmenden, da ich noch keine Richtungsboje sehen kann.\u00a0 Irgendetwas passt mit meinem Nackenverschluss nicht und reibt bei jedem Atemzug. Verdammt denke ich mir, nach 3,8 km bin ich da wundgescheuert. Nach ca. 1 km stoppe ich und es gelingt mir, \u00a0die unter dem Verschluss eingewickelte Leine heraus zu ziehen. Bei den n\u00e4chsten Z\u00fcgen atme ich erleichtert auf, der Schmerz ist weg.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDas Schwimmen\u00a0 ist das Leichteste\u201c\u00a0 hatte mir mein Bruder Martin immer wieder gesagt, wenn wir von meinem gro\u00dfen Tag gesprochen hatten.\u00a0 Es stimmt.\u00a0 Nach 3 km erreiche\u00a0 ich\u00a0 den Lendkanal und halte nach einem gro\u00dfen Transparent Ausschau, welches meine Kinder Anna und Manuel vorbereitet haben.\u00a0 Als ich schon beinahe die Hoffnung aufgegeben habe, sehe ich es: \u201ePapa du schaffst es \u201e , steht darauf in gro\u00dfen Lettern. Ich hebe ein paarmal die Hand aus dem Wasser und rufe, damit meine mitgereisten Fans mich orten k\u00f6nnen. Sie feuern mich ab nun begeistert an und begleiten mich den Rest der Schwimmstrecke.<\/p>\n<p>Die Radstrecke ist wirklich sch\u00f6n und vom Gel\u00e4nde her \u00e4hnlich meinen Trainingsstrecken im Wienerwald. Immer leicht bergauf und bergab, aber keine wirklich harten Steigungen. Besonders bei den l\u00e4ngeren \u00a0Anstiegen s\u00e4umen die Begleitpersonen der Triathleten, \u00a0die aus aller Welt angereist sind, die Strecke und feuern uns begeistert an. In den Orten selbst werden wir oft von den Einheimischen lautstark begr\u00fc\u00dft.\u00a0<\/p>\n<p>Den Rupertiberg, der mir \u00f6fters als \u201eKnackpunkt\u201c beschrieben wurde, habe ich mir schwieriger vorgestellt. Es kann aber auch daran liegen, dass dort die Stimmung wirklich beeindruckend war und man wahrscheinlich\u00a0 von Moderation, Musik und\u00a0 Zuschauern angetrieben die Anstrengung nicht sp\u00fcrte.<\/p>\n<p>Ich \u201eduelliere\u201c mich immer wieder mit den gleichen Triathleten. Bei den Anstiegen \u00fcberhole ich sie, bei den Abfahrten \u00fcberholen sie mich. Die Meisten forcieren, wenn es eben ist und leicht bergab geht , schalten aber sofort bei den Anstiegen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Am Beginn der zweiten Runde feuern mich Martin und Christa an und\u00a0 zum ersten Mal wage ich eine Hochrechnung auf die m\u00f6gliche Endzeit. Ich sp\u00fcre, dass es eine tolles Ergebnis werden k\u00f6nnte. Das motiviert mich zus\u00e4tzlich, zumal ich mich noch relativ locker f\u00fchle. Nun kenne ich auch schon\u00a0 die Strecke und als ich den Rupertiberg zum zweiten Mal erklommen habe, wei\u00df ich, \u00a0dass das Radfahren gelaufen ist. Die restlichen Kilometer geht es fast ausschlie\u00dflich leicht bergab.<\/p>\n<p>Nach 6 Stunden und 180 km (auf meinem Radtacho sind es ein paar km weniger) schl\u00fcpfe ich in die Laufschuhe. Ich folge einer Triathletin unmittelbar vor mir und stehe pl\u00f6tzlich gemeinsam mit ihr vor einer Absperrung. Wir h\u00e4tten den Weg nicht au\u00dfen, sondern durch das Umkleidezelt nehmen m\u00fcssen. Aber schon ist ein Streckenposten da und weist uns den Weg.<\/p>\n<p>Ich finde schnell meinen Rhythmus. Es ist ein sch\u00f6ner Tag und es wird einer\u00a0 bleiben. Das Finale einer 18 monatigen Vorbereitung. Meine Fans stehen im Europapark, den ich 5 Mal zu durchlaufen werde, und feuern mich an. Ich versuche noch, \u00a0meinem K\u00f6rper Energie mit einem Gel zu zuf\u00fchren, \u00a0aber ich merke, \u00a0dass mein \u00a0Magen seine T\u00e4tigkeit bereits eingestellt hat.\u00a0 Ich laufe keinen Marathon, sondern 4&#215;10 km und dann noch 2,2 km. Das ist gedanklich leichter zu schaffen. Bis zum Halbmarathon flie\u00dft es, dann wird es anstrengend.<\/p>\n<p>Ein flaues Gef\u00fchl breitet sich aus. Ich nehme nun nur mehr Iso und Cola und k\u00fchle bei jeder Gelegenheit den Kopf mit Wasserschw\u00e4mmen. Ich schlie\u00dfe immer wieder kurz die Augen und hole mir die Pulsingstunden, denke an das angenehme wohlige Gef\u00fchl, wenn mein K\u00f6rper in Schwingungen versetzt wird.\u00a0 Dann besuche ich die Yogastunden und atme bewusst in alle K\u00f6rperteile. Eine Szene von heute fr\u00fch f\u00e4llt mir ein. Ein schon nerv\u00f6ser Triathlet mit seinem Begleiter, einem Finisher: \u201eVergiss nicht, immer daran zu denken, wie es im Ziel sein wird\u201c und das wiederholte er mehrmals. Ich denke nun auch daran.<\/p>\n<p>Die letzte Wende beim Lindwurm, nun dauert es nur noch wenige Kilometer bis ins Ziel. Die F\u00fc\u00dfe f\u00fchlen sich als brennende Ma\u00dfe an, aber sie funktionieren noch. Sie laufen. Es geht den Lendkanal entlang. \u201eIn dieser unansehnlichen Br\u00fche bin ich heute Morgen geschwommen\u201c denke ich. Der Europapark taucht auf. Noch 2 Kilometer.\u00a0 Ich \u00fcberhole L\u00e4ufer um L\u00e4ufer. Ein paar hundert \u00a0Meter vor dem Ziel feuern mich meine Lieben \u00a0nochmals an, ehe ich in die Zielgerade einbiege.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-662\" style=\"margin: 4px; float: left; border: black 2px solid;\" src=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/2011-triathlon-krnten2-ff5.jpg\" alt=\"\" width=\"149\" height=\"113\" border=\"0\" \/>\u00a0<\/p>\n<p>Ich balle die H\u00e4nde zu F\u00e4usten und strecke die Daumen hoch. Ich schwebe. Das Publikum tobt. Ein Hexenkessel. Die Zeittafel zeigt 11:27, als ich die Ziellinie \u00fcberquere. Eine f\u00fcr mich unglaubliche Zeit. Ich bin gl\u00fccklich. Das Projekt \u00a055 ist finalisiert.<\/p>\n<p>Und das n\u00e4chste Projekt wartet : <a href=\"http:\/\/www.tanzschule-heidenreich.at\/\" rel=\"alternate\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Tanzschule Heidenreich<\/span><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Weitere Links :<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.triangle.cc\/event\/displayresults.asp?MicroSiteID=5&amp;MicroSiteID=5\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Ergebnisse <\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-661\" style=\"margin: 4px; float: left; border: black 2px solid;\" src=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/2011-triathlon-krnten1-b8f.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"113\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Ein Menschengew\u00fchl im Klagenfurter Strandbad. Der W\u00f6rthersee glitzert im Sonnenlicht. Die Triathleten zw\u00e4ngen sich in ihre Neoprenanz\u00fcge, meistens umringt von ihren mitgereisten Ehefrauen, Kindern, Eltern oder Freunden. Ehe ich mich in die Startzone begebe, umarme ich meine Frau, meine Kinder, meinen Bruder Martin und Christa. Pl\u00f6tzlich durchstr\u00f6mt ein intensives Gef\u00fchl meinen K\u00f6rper und Tr\u00e4nen schie\u00dfen mir in die Augen. Ich drehe mich kurz weg und begebe mich in die Startzone.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":661,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,10],"tags":[],"class_list":["post-663","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laufen","category-triathlon"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=663"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1349,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663\/revisions\/1349"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/media\/661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}