{"id":33,"date":"2015-10-25T20:26:02","date_gmt":"2015-10-25T19:26:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/?p=33"},"modified":"2025-10-01T18:23:47","modified_gmt":"2025-10-01T16:23:47","slug":"venedig-marathon-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2015\/10\/venedig-marathon-2015\/","title":{"rendered":"Venedig Marathon 2015"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_43\" aria-describedby=\"caption-attachment-43\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2018\/10\/ironman-italy-2018\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-43 size-medium\" src=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig07-300x225.jpg\" alt=\"2015-10-Venedig07\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig07-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig07.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-43\" class=\"wp-caption-text\">Martin,ich und Thomas vor dem Start<\/figcaption><\/figure>\n<p>Start ist in Sta, 25km au\u00dferhalb von Venedig vor der prachtvollen Villa Pisani. Schon auf der Hinfahrt mit den Shuttlebussen k\u00f6nnen wir die zahlreiche Villen, Landsitze der reichen Venezianer, entlang des Riviera del Branta bewundern. Die Sorge meines Lauffreundes Thomas zu weit hinten im Startbereich zu stehen zu kommen erweist sich als unbegr\u00fcndet. Es wird rigoros kontrolliert und dem Versuch vieler L\u00e4ufer sich in vordere Bereiche zu schummeln der Boden entzogen. Hier im l\u00e4ndlichem Umfeld ist es merklich k\u00fchler als in Venedig, aber eine Diskussion \u00fcber die Laufdress stellt sich nicht. Kurze Hose und kurzarmiges Shirt sind angebracht. Wenige Minuten vor dem Startschuss bringen sich die italienischen Marathonis in Stimmung und singen lautstark beim Abspielen ihrer Nationalhymne mit.<\/p>\n<p>Schon kurz nach dem Start und einigen hundert Metern ist rhythmisches Laufen m\u00f6glich. Ein Beweis, dass man durch Kontrollen bei den Eingangsbereichen auch bei einem schmalen Startbereich schon von Beginn weg f\u00fcr stressfreies Laufen sorgen kann. Thomas und ich spulen im beinahe konstantem Schnitt von 5min\/km die erste Kilometer herunter. Bruder Martin hat sich etwas weiter hinten eingereiht, er will es um ein paar Sekunden langsamer angehen. Bis Mestre s\u00e4umen an die 30 Musikgruppen die Strecke. In deren N\u00e4he haben sich auch immer zahlreiche Zuschauer angesammelt und feuern uns an. Musikalisch wird meistens einfacher, stampfender Hardrock geboten. Den Nachwuchsk\u00fcnstlern ist ihre Begeisterung anzumerken am Sonntag Vormittag ordentlich &#8222;aufdrehen&#8220; zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber auch einige Marathonis, vorwiegend Italiener, machen Stimmung und feuern die Zuschauer t\u00e4nzelnd und wild gestikulierend zum Applaudieren an. &#8222;Bravi, Bravi&#8220; ist das Wort des Tages, welches immer wieder zu h\u00f6ren ist.<\/p>\n<p>In der Innenstadt von Mestri werden wir f\u00fcr die davor liegende Strecke durch \u00f6des Industriegebiet reichlich entsch\u00e4digt. Viele Zuschauer und lautstarke Anfeuerungsrufe begleiten uns. Thomas hat mein Zureden erh\u00f6rt und sich allein auf den Weg gemacht, um seine geplante 3:30 Schallmauer zu knacken. Ich f\u00fchle mich noch immer gut, bin mir aber sicher das Tempo bis ins Ziel nicht halten zu k\u00f6nnen. Zum Kilometerschnitt von 5 Minuten kommt langsam aber stetig Sekunde um Sekunde dazu.<\/p>\n<p>Im Gulianopark, den wir in einer gro\u00dfen Schleife durchlaufen, und wo wir gestern die Startnummern holten, beginnt es f\u00fcr mich m\u00fchsam zu werden. Bei Kilometer 30 greife ich gierig nach dem angebotenen Gel. Wenn es an der Organisation etwas zu bem\u00e4ngeln gibt, dann ist es das sp\u00e4rliche Angebot von isotonischen Getr\u00e4nken. Bis 25km wird nur Wasser gereicht, ich denke es liegt auch daran, dass die L\u00e4ufer vermehrt auf ihre eigenen Gels zur\u00fcck greifen.<\/p>\n<p>Ab Kilometer 32 beginnt dann die 4 Kilometer lange Br\u00fccke nach Venedig. Eine endlose Gerade und nur langsam r\u00fcckt der Campanile di San Marco n\u00e4her. Links donnern die Z\u00fcge vorbei, rechts stockt der Autoverkehr und in der Mitte auf den Schienen der heute eingestellten Stra\u00dfenbahn sehns\u00fcchtig nach vorne starrende, um jeden Meter k\u00e4mpfende Athleten. Zunehmend bleiben L\u00e4ufer stehen, st\u00fctzen sich mit ihren Armen an den abgrenzenden Betonabsperrungen ab und versuchen ihre Kr\u00e4mpfe rauszudehnen.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr in der Mitte der Br\u00fccke taucht dann die langersehnte Labestelle auf. Hier ist Iso reichlich vorhanden, ich trinke ausgiebig und tauche mehrmals meine Laufkappe in die bereitgestellten Wasserbottiche, um den Kopf zu k\u00fchlen.<\/p>\n<p>Nach der Br\u00fccke beginnt noch eine 2 Kilometer lange trostlose Strecke durch das Hafengebiet, aber dann taucht sie auf, die erste der langersehnten Kanalbr\u00fccken. Die Stufen sind f\u00fcr uns durch langgezogene Bretterampen \u00fcberdeckt und es knarrt laut, wenn wir schweren Schrittes dar\u00fcber trampeln. Ich kontrolliere meine Kilometerzeiten nicht mehr, ein untr\u00fcgliches Zeichen, das mir die Endzeit egal geworden ist. Die pittoresken im Sonnenschein strahlenden Geb\u00e4ude, den Applaus der Zuschauer, den n\u00e4her r\u00fcckenden Campanile : aufsaugen, einatmen, genie\u00dfen und k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Die Strecke \u00fcber den Markusplatz ist gro\u00dfartig. Meine Frau wird mir sp\u00e4ter erz\u00e4hlen, das am Vormittag der Platz noch \u00fcberschwemmt war, aber jetzt ist er trocken und vollgestopft mit Zuschauern und Touristen. Ich genie\u00dfe jeden Meter.<\/p>\n<p>Auch der letzte Kilometer bis ins Ziel ist imposant. 2 Jahre ohne Marathon, verursacht durch eine sehr hartn\u00e4ckige Achillesverletzung, liegen hinter mir. Aber es ist wieder soweit. Ich bin wieder Marathoni und \u00fcberquere stolz die Ziellinie. Ich kann es noch und das ist sch\u00f6n.<\/p>\n<figure id=\"attachment_37\" aria-describedby=\"caption-attachment-37\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37 size-medium\" src=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig02-300x212.jpg\" alt=\"2015-10-Venedig02\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig02-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2015-10-Venedig02.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-37\" class=\"wp-caption-text\">Ich und Martin im Ziel<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ergebnisse :<\/p>\n<p>Wolkowitsch Franz Stnr 4980 Ak55 Platz 70 in 3:41:00<br \/>\nWolkowitsch Martin Stnr 2860 Ak50 Platz 288 in 3:47:46<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Start ist in Sta, 25km au\u00dferhalb von Venedig vor der prachtvollen Villa Pisani. Schon auf der Hinfahrt mit den Shuttlebussen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[13,14,15],"class_list":["post-33","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laufen","tag-laufen","tag-marathon","tag-venedig"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1569,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33\/revisions\/1569"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}