{"id":1015,"date":"2015-08-31T10:47:04","date_gmt":"2015-08-31T08:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2015\/08\/austria-race-across-burgenland-bike\/"},"modified":"2025-10-01T18:26:10","modified_gmt":"2025-10-01T16:26:10","slug":"austria-race-across-burgenland-bike","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wolkorunning.com\/frank\/2015\/08\/austria-race-across-burgenland-bike\/","title":{"rendered":"Austria Race Across Burgenland 2015 &#8211; Bike"},"content":{"rendered":"<p>Als mich meine Frau mit dem Auto von Wien zum Start nach Kittsee bringt, registriere ich zufrieden den schwachen S\u00fcdwind. Die Prognosen hatten ja kr\u00e4ftigen Gegenwind voraus gesagt . Gegen\u00fcber dem Vorjahr sind schon mehr Teilnehmer am Start, aber ca. 40 Radfahrer sind noch immer eine sehr kleine Zahl f\u00fcr ein Radrennen, sorgen aber f\u00fcr entspannte Atmosph\u00e4re. Noch wenige Minuten vor dem Startschuss kann man gem\u00fctlich aufs Klo gehen und es gibt kein langes Anstellen und Dr\u00e4ngeln im Startbereich.<\/p>\n<p>Vom Start weg bin ich in eine &nbsp;10-Manngruppe und &nbsp;optimistisch das Tempo mithalten zu k\u00f6nnen. So lang wie m\u00f6glich den Anschluss zu halten ist mein oberstes Ziel. Es sind ein paar erfahrene Radfahrer dabei, die versuchen Ordnung in unser Fahrverhalten zu bringen. Es dauert aber eine Zeitlang bis alle verstehen, wie man bei diesen Verh\u00e4ltnissen effizient f\u00e4hrt : In einer Zweierreihe und mit permanentem und raschem Wechseln an der Spitze. Der S\u00fcdwind ist st\u00e4rker geworden und mir ist klar, das es heute besonders wichtig sein wird, in der Gruppe zu bleiben.&nbsp;<\/p>\n<p>Am Sieggrabner Sattel ist es mit dem Windschattenfahen vorbei, aber dieses mal gelingt es mir in der Gruppe zu bleiben, voriges Jahr hatte hier ja meine Solofahrt begonnen. In der Zwischenzeit brennt die Sonne kr\u00e4ftig auf den Asphalt und ich bin froh 2 Wasserflaschen zu haben, da die Labstellen doch bis zu 40km auseinander liegen. Nach der Bergwertung beginnt eine leicht abfallende Strecke und ich bin optimistisch. Etwas irritieren mich die leichten Kr\u00e4mpfen in den Oberschenkeln. Nach Operpullendorf nehmen diese zu, ich bin nun h\u00e4ufig am Ende des Feldes und habe M\u00fche den Anschluss zu halten. In Pieringsdorf ist es dann soweit. Ein Stich im rechten Oberschenkel zwingt mich zum Absteigen, um den Krampf raus zu dehnen. Nun bin ich solo, eine Situation,&nbsp;die ich bei diesen Wetterbedingungen unbedingt vermeiden wollte.<\/p>\n<p>\u00dcber den Geschriebenstein wird es richtig hart f\u00fcr mich. Das st\u00e4ndige Ank\u00e4mpfen&nbsp;gegen die Kr\u00e4mpfe zerm\u00fcrben mich und ich beginne zu zweifeln ins Ziel zu kommen. Ich w\u00fcrge an meinen Haferflockenriegeln, trotz Wasser schiebt sich der z\u00e4he Brei im Mund herum und ich spucke einen Teil wieder aus. Noch 100Km denke ich mir, mit garantiertem durchgehenden Gegenwind und 35 Grad.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe nun nur immer das Erreichen des n\u00e4chsten Ortes im Fokus und bei der Labe in Kohfidisch mache ich ausgiebig Rast und treffe auf einen&nbsp;weiteren pausierenden Teilnehmer, dem seine Zehen immer wieder \u201eeinschlafen\u201c und sie &#8222;reanimieren&#8220; muss.&nbsp;Wir fahren nun gemeinsam weiter und durch die F\u00fchrungswechsel f\u00e4llt das Vorankommen wieder leichter.&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Jennersdorf muss ich Ihn aber auch ziehen lassen. Er hat noch Power in den Beinen, ich bin leer und muss auf einen rhythmischen leichten Tritt achten. In Jennersdorf feuert mich auch Bruder Martin und Christa an, ab nun fahren sie immer wieder ein paar Kilometer mit dem Auto vor und warten dann auf mich, um mich zu \u201epushen.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>Und dann endlich der letzte Anstieg vor Neuhaus am Klausenbach. Die restliche Strecke bis Kalch ist eben. Nach fast 9 Stunden erreiche ich das Ziel, war also 2 Stunden l\u00e4nger unterwegs als letztes Jahr. Trotz der schwierigen Bedingungen eine entt\u00e4uschende&nbsp;Zeit. Stolz bin ich darauf, nicht aufgegeben zu haben. Kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so am Limit war.&nbsp;Nach der Siegerehrung treffen dann auch noch die beiden Franzosen ein, die die Strecke laufend absolviert haben. R\u00fchrende Szenen, als sie sich nach der&nbsp;Ziellinie gl\u00fccklich und mit Tr\u00e4nen in den Augen in die Arme fallen. Gro\u00dfes Kino!<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Lob an den Veranstalter <span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.mscrognerbadblumau.com\/\" rel=\"alternate\"><span style=\"color: #0000ff;\">MSC Rogner Bad Blumau<\/span><\/a><\/strong><\/span>, an die Organisationschefs Gerald Zettl und Otto Peischl und allen Helfern. Gro\u00dfartige Veranstaltung.<\/p>\n<p>Homepage des Veranstaltung : <span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.lauffestival.com\/arab.htm\" rel=\"alternate\"><span style=\"color: #0000ff;\">Austria Race Across Burgenland<\/span><\/a>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ergebnisse : <strong><span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"http:\/\/my2.raceresult.com\/42891\/results#0_BD8FE9\" rel=\"alternate\"><span style=\"color: #0000ff;\">My Race Result<\/span><\/a>&nbsp;<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als mich meine Frau mit dem Auto von Wien zum Start nach Kittsee bringt, registriere ich zufrieden den schwachen S\u00fcdwind. Die Prognosen hatten ja kr\u00e4ftigen Gegenwind voraus gesagt . Gegen\u00fcber dem Vorjahr sind schon mehr Teilnehmer am Start, aber ca. 40 Radfahrer sind noch immer eine sehr kleine Zahl f\u00fcr ein Radrennen, sorgen aber f\u00fcr entspannte Atmosph\u00e4re. 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