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Ironman Nummer Vier, und der Letzte, so der Plan. Meine Familie begleitet mich mit ihrem noch am Vorabend entworfenen Transparenten zum Start. Aufgrund der Hitze der letzten Tage und des wahrscheinlichen Neoprenverbotes habe ich meine letzten Schwimmeinheiten darauf abgestimmt. Das gestrige Abendgewitter und der Hagel haben den Wörthersee aber gerade soweit abgekühlt, dass nun doch mit Neopren geschwommen werden kann.

Ironman Austria - Wörthersee

 
18:03
FINISH 10:54:48! NEUE BESTZEIT



Nachdem der Triathlon am Röcksee heuer eine Pause einlegt und mir der 70.3 St. Pölten für einen Vorbereitungswettkampf zu teuer ist,  bin ich im Veranstaltungskalender des österreichischen Triathlonverbandes fündig geworden. Den Stubenberg-Triathlon gibt es heuer als Halbdistanz, somit ein idealer Test für meinen Ironman in Klagenfurt. Schon frühmorgens und bei der Anreise über das oststeirische Hügelland herrscht warmes, sonniges Wetter. Die logistischen Herausforderungen bei einer lokalen Veranstaltung sind gegenüber den großen Triathlons minimal. In wenigen Minuten ist die Registrierung erledigt und ich kann in Ruhe Rad und Nummern vorbereiten.

Ironman Austria 2016 - Schwimmstart
Ironman Austria 2016 - Schwimmstart

Als die ersten Triathletinnen ins Wasser springen, bin ich noch weit von der Startlinie entfernt. Zum ersten Mal wird kein Massen- oder Blockstart, sondern ein "Open Swim Start" durchgeführt. Wir haben uns entsprechend unserer geplanten Schwimmzeiten aufgestellt und alle 5 Sekunden werden 10 Teilnehmer ins Wasser gelassen. Im Gegensatz zu den Laufbewerben reiht sich jeder nach seiner realistischen Schwimmzeit ein, weiter vorne zu starten wäre fatal, man würde zigfach überholt werden und ordentliche Schläge abbekommen. Wie immer, habe ich auf das Einschwimmen verzichtet, somit dienen die ersten Kraulzüge dazu auf Betriebstemperatur zu kommen und den Rhythmus zu finden.

80 Triathleten gleiten ins Wasser, um die 1,5 km Schwimmstrecke in Angriff zu nehmen. Ein breiter Startbereich sorgt schon von Beginn an für stressfreies Kraulen. Keine Kampfschwimmer weit und breit. Der Morgennebel hat sich verzogen und der Himmel zeigt sich von der besten Seite. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und ca. 25 Grad Celsius. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist für mich Neopren erlaubt. Mit gleichmäßigen Armzügen pflüge ich durchs Wasser. Schon jetzt bin ich auf meine Schwimmzeit gespannt, das Gefühl ist jedenfalls gut.

Ich würge an der zähen Käsesemmel und spüle mit dem schalen Thermoskannenkaffee nach. Das Frühstück hat mir die Hotelwirtin noch vor dem Schlafen gehen vorbereitet und im Hotelfoyer bereitgestellt. Es ist 5 Uhr morgens und nach 2 Jahren Pause starte ich heute wieder bei einem Triathlon, diesesmal in Obertrum. Ich plante ja freitags beim Seecrossing, samstags auf der Kurzdistanz und sonntags auf der Halbdistanz, der sogenannten Triplewertung zu starten.

Samstag früh regnet es stark und die Temperatur liegt ca.bei 9 Grad. Trotzdem packe ich nach dem Frühstück alles zusammen und es geht ab zur Donauinsel. Am Fußweg zum Startplatz gegen 7:30 ertönt die erste Ansage im Lautsprecher. Der Regen hat unterdessen aufgehört. Bereits am Vortag stand fest, der Triathlon wird zum Duathlon.